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John Donne

Vergibst Du Sünde,
die mit mir begann,
wenn auch manch anderer
sie beging vorher?
Vergibst Du Sünde,
die ich dann ersann
und noch ersinn,
selbst wenn ich mich bekehr?
Vergebens, Herr,
vergibst Du dann,
denn ich tu mehr...

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2021.07.24, 02:02
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ABENTEUERLUST

Bei meiner Reise vom relativen Norden in den Süden der Nebulä ist mir mal wieder aufgefallen, dass die Berliner Radiosender einfach die besten überhaupt sind (also natürlich nur von denen die mir bekannt sind). Dass 60% der gesamten Sendezeit von Werbung geprägt sind, ist dabei zu vernachlässigen, schließlich macht Radiosender-zapping auch enorm Spaß und die Auswahl ist durchaus ausreichend. Dabei kam mir folgender Beitrag ohne Werbeunterbrechung und auch ohne Zapping zu Ohren.

Frau Beermann hat gestern mir ihren Hund einen Waldspaziergang unternommen, wobei ihr Hund von einem Bären angegriffen worden sei. Einhundert Polizisten durchkämmten daraufhin das Berliner Umland. Unterdessen meldet sich der Tierarzt und bestätigt, dass die Verletzungen des Hundes eindeutig nur von einem Wildschwein stammen können. Frau Beermann hingegen beteuert noch einmal das Tier sei mindestens doppelt so groß gewesen wie sie selbst. Noch mal beim Tierarzt nachgefragt: Ein männliches Wildschwein kann bis zu einem Meter groß werden. Jetzt kann man sich also vorstellen wie groß Frau Beermann ist.






FRAUEN UND TECHNIK

Nachdem ich hier im Osten aufgrund der mageren technischen Voraussetzungen (die ham ja da nix, gaaaa nix ham die da, die armen Leute im Osten) auf diversen SchnickSchnack und eben auch auf ICQ, Skype und größtenteils wohl auch chatten verzichte, blieb mir heute nichts anderes als die allgemeine Kommunikation wieder aufs Telefon zu verlagern. Dabei bin ich völlig unverhofft zu bahnbrechenden Erkenntnissen gelangt. Seit Monaten ärgere ich mich mit permanenten und sich deutlich steigernden Telefonier-Störeffekten und einer mittlerweile extrem instabilen Internetverbindung rum. Ich habe ein neues Telefon angeschafft, um festzustellen, dass es daran wohl nicht gelegen hat. Ich habe sämtliche für mich zugängliche Kabel ausgetauscht, was mit sich brachte, dass ich das Telefon wieder an einem von mir nicht favorisierten Ort aufstellen musste. Auch das hat wenig, naja nur kurzfristig, ok es hat überhaupt nichts gebracht. Ich habe einen neuen PC angeschafft, was jetzt weniger mit den unerquicklichen Telefonerlebnissen zu tun hatte, mehr schon mit der absolut unbefriedigenden Leitung des Alten. Ich habe auch sehr viel Spaß mit meinem neuen Rechner (liebe Grüße hier mal an S.T.) aber eine gewisse Instabilität hat sich weiterhin nur verschlechtert. Als ich nun heute zum Telefon meiner Eltern griff, die Nummer wählte und schon beim Warten auf den ankommenden Rufton jenes bekannte Rauschen, Rascheln und Knistern vernahm, war ich im ersten Moment recht erschüttert. Allerdings nicht lang. Meine Mutter bestätigte mir, dass mit dem Telefon alles in Ordnung sei, erst seit ich „da das Internet angeschlossen habe“, hätte sie da so paar Geräusche bemerkt. Folgerichtig habe ich das Modemkabel aus der Telefondose entfernt und konnte ungestört telefonieren. Nun habe ich das Telefonkabel entfernt (und das Modem natürlich wieder eingestöpselt) und die Verbindung hält sich mittlerweile seit einer Stunde. Genial. Wozu 430 km Ortswechsel nicht alles gut sind






WAS AUCH IMMER...

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin..."
Nun.. es ist wohl nur die Melancholie.
"Melancholie ist das Vergnügen traurig zu sein"
Hmm, bin ich etwa gern traurig?
Es ist das Lesen von "Duscherlebnissen" oder darüber wie "unser Kind denn heissen soll" und momentan grad ein Lied im Fernsehen "Can’t help myself"
Egal...
Morgen ist es wieder vorbei, was auch immer es gewesen ist...






FAMILY

An Tagen wie diesen pflegen meine Eltern ein nicht wirklich besonderes aber eben doch ein Ritual. Morgens jede Menge Hektik verbreiten, die 7 Sachen zusammen suchen und so schnell wie möglich raus an den See. Da steht dann auch unser Wohnwagen von April bis September, übernachtet wird dort nur im äußersten Notfall, also nie, denn der heimische Herd ist ja nur entspannte 6 km entfernt.
Als pubertierende 15-jährige habe ich konsequent vermieden an diesen Familienausflügen teilzunehmen aber als gestresste Arbeitnehmerin kann nun auch ich diesem Idyll umgeben von schattenspendenden Birken nicht wiederstehen. Allerdings hatte die Idylle heute einen klitzekleinen Haken. Meine Oma wollte natürlich auch mit und dann haben wir noch eine ältere kürzlich verwitwete Dame mitgenommen. Meine Mutter hat die beiden (und natürlich auch sich selbst) gemäß ihrer üblichen Gastfreundlichkeit reichlichst mit Sekt versorgt, was zur Folge hatte, dass die beiden Damen einen sehr unvergesslichen Nachmittag erlebten. Ausnahmsweise blieben die diversen Krankheitsgeschichten meiner Großmutter heute mal in der Kiste, viel mehr ging es um vielerlei uralte Geschichten, die sogar mich interessierten und natürlich um das Leben als Witwe, wovon meine Oma nun wirklich mehr als genug erlebt hat. Die Stimmung schwang von kurzzeitig recht traurig genauso schnell wieder hin zu feuchtfröhlich. Köstlich amüsiert habe ich mich (wie sich später herausstellte auch meine Mutter) als Irmchen anfing Annelore den Kragen ihrer Bluse zurechtzurücken, als die beiden sich gegenseitig Trost zusprachen, sich irgendwann nach 5 Stunden und 5 Flaschen Sekt das „DU“ anboten und sich zum Abschied sogar ein Küsschen auf die Wange gaben. Insgesamt auch für mich ein lustiger unterhaltsamer, teilweise nachdenklicher und für alle wohl befriedigender Nachmittag.






ARRGH

Meine Unpässlichkeit blieb natürlich nicht verborgen uns so öffnete meine Mutter ihren wohlgehüteten Zauberschatz, um mein Wohlbefinden mit einem ihrer Mittelchen schnell wieder herzustellen. Meine einzigste (natürlich unbegründete) Sorge war, dass dieses Mittelchen im Ernstfall auch noch bis Montag reichen würde um nicht noch am Wochenende einen Dealer aufsuchen zu müssen. Ich hoffe trotzdem, dass ich bis Montag wieder ausreichend hergestellt bin.






GUTEN MORGEN

Morgens halb 10 in Deutschland, das Thermometer zeigt 29°C, wohlbemerkt an der Nordseite des Hauses, Tendenz steigend. Mein Wohlbefinden lässt zu Wünschen übrig, die kleine Indisponiertheit von gestern setzt sich fort, leider ohne erkennbare Tendenz, hinzu kommen die Folgen von 4 Stunden Autofahrt mit offenen Fenstern. Aber wenigsten das Internet läuft, schlimm genug dass ich eine Woche auf ICQ verzichten muss. Nein, nein, ich bin nicht süchtig...






ANGEKOMMEN

Nach 4 einhalb Stunden unwesentlichen Schwitzens...
jetzt noch ein Gläschen Sekt, eine nicht ganz so heisse Badewanne wie sonst und ab ins Bett.






GRILLWETTER

Obwohl die subtropischen Temperaturen sich für längere Autofahrten als gewissermaßen suboptimal erweisen, habe ich mich nach reiflicher Überlegung doch für einen sofortigen Aufbruch entschieden. Das heißt also Fenster runter und den Ellenbogen nach draußen, die Marke stimmt ja im Prinzip, das Modell leider nicht. Außerdem ist mein Arm leider etwas zu kurz oder ich müsste eine enorm unbequeme Sitzposition einnehmen, um auf der Coolnessskala einen akzeptablen Faktor zu erreichen. Dafür habe ich jedoch ein absolut langstreckentaugliches Outfit gefunden. Entgegen der von mir favorisierten Nonstoptaktik, werden wir wohl eine kleine Pause zur Nahrungsaufnahme einlegen müssen, es leuchten einfach zu viele große gelbe M’s entlang unserer Route, als dass ich jedes Mal behaupten könnte, da müssen wir bestimmt ganz lange warten. Blogtechnisch scheint die kommende Woche ebenfalls gesichert zu sein, wenn ich meinen Vater doch noch davon überzeugen kann, dass Internet weder teuer noch illegal sein muss. Also genießt den Tag und vor allem das Wetter. Ich werde mich jetzt grillen lassen.






SUNSHINE REGGAE

Nachdem ich gestern in einem Anflug von stiertypischer Sturheit den gut gemeinten Ratschlag meine doch ein paar Stunden dauernde Autofahrt, aufgrund der mir im Allgemeinen sehr zusagenden Temperaturen, in die Abendstunden zu verlagern, unbedachter Weise einfach abgetan habe, kommt mir diese Idee nun doch recht attraktiv vor. Der ohnehin schon fast verworfene Gedanke eine Mitfahrgelegenheit für mittellose Studenten anzubieten wäre damit endgültig vom Tisch, da ich grob geschätzte 24 Stunden vor Abfahrt noch immer keinen genauen Zeitpunkt derselbigen festlegen kann. Außerdem würde sich meine immer recht angespannte zeitliche Situation erheblich entspannen, ja ich könnte mir vielleicht sogar eine Siesta gönnen, was mir in anbetracht der in der kommenden Nacht noch zu überstehenden beruflichen Tätigkeit durchaus sinnvoll erscheint. Auf jeden Fall jedoch bin ich für die Reise bestens gerüstet, denn nachdem der Sommer nun über uns gekommen ist, habe auch ich mich noch dazu durchringen können, mein Fahrzeug mit Sommerreifen auszustatten. Ich fand den Zeitpunkt einfach unheimlich günstig.
P.S. Wiewenig Bekleidung ist im Strassenverkehr eigentlich erlaubt?






DUMM

Meine Waschmaschine spuckt auch vier Jahre nach der offiziellen Einführung des Euro noch echte deutsche Markstücke aus. Gut, sie frisst auch Socken und vor allem BH-Bügel, aber wie zum Teufel macht sie Geld daraus? Und warum in aller Welt kapiert sie nicht, dass ich lieber Euros hätte???






BLOODY

07:39 Uhr. Ich werde geweckt. Ein paar Sekunden und ich weiß, dass es nicht der Wecker ist, sondern ein Anruf. "Wann könnten Sie denn hier sein?" Mit der Beantwortung setze ich mich bereits unter Zeitdruck. Somit entfällt ein in meiner allgemeinen Lebensplanung selten erlebtes Frühstück zugunsten eines schnellen Crossaints vom Bäcker, wohl wissend dass mein Zielort einen Kaffee für mich bereithält. Ein Fragebogen, eine Einverständnisserklärung, dann darf ich endlich eine bequeme Liegeposition einnehmen. Linker Arm, es piekst etwas. 2 Minuten zittern, bangen. Grünes Licht. Rechter Arm, es piekst nicht mehr, es ist Schmerz, als eine Kanüle mit einem Lumen von 1,6 mm meine Haut gewaltsam penetriert. Die junge Frau, die da gerade ihre sadistische Ader an mir auslässt, würde sicher auch gut eine gruselige Satanistin abgeben. Ich kenne sie schon länger, sie triff immer. Seit 12 Jahren komme ich nun in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen hierher, noch nie hat eines der doch recht unpassend in weiß gekleideten Vampirmädels daneben gestochen. Der Schlauch füllt sich schnell dunkelrot. Er läuft über meinen Bauch, hin zu der Maschine, die in den kommenden 95 Minuten 3777 ml meines gesamten Bluthaushaltes zentrifugieren, filtrieren und reinfundieren wird. Wenn ich zu lange hinsehe wird mir schlecht, aber das wird es sowieso. Nach wenigen Minuten fängt das Kribbeln im Gesicht an, beginnend bei den Lippen, leichte Kälteschauer huschen über meine Wangen. Und es wird mehr. Der erste Zyklus ist überstanden. 7 sollen es sein. Es wird kalt. Alles was zurück läuft in meine Vene hat maximal Zimmertemperatur, und auch wenn die zur Zeit höher ist als sonst vielleicht, schaffe ich es kaum, das Temperaturdefizit aufzuholen. Die Kälte ist nicht zu bekämpfen, sie kommt von innen. Sie fließt mit dem Blut in meinen Körper. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Zentimeter unter der Haut eine Schicht Eiswürfel versteckt, oder Fishermans Friend i.v. injiziert. Das Prickeln im Gesicht lässt einfach nicht nach. Das flaue Gefühl mich Magen kann ich nur durch Ablenkung bekämpfen, lange gelingt mir das jedoch nicht. Nach dem 4. Zyklus kann ich mich weder auf Yellowpress noch auf mein Buch konzentrieren. Ich schließe die Augen, versuche zu entspannen, doch falls mir das wirklich gelingen sollte, meldet sich sofort die unbarmherzige Maschine an meiner linken Seite, und befiehlt mir für einen ausreichenden Blutfluss zu sorgen. Ein komisches Gefühl, der Körper schwammig, wie Aquaplaning, der Kopf gedankenleer, kein Horizont, nur weg, endlich weg, endlich das Ende dieser Folter. Die sadistische Arzthelferin lächelt mich an und fragt scheinheilig, ob alles in Ordnung sei. Sie weiß genau, dass ich ihr ausgeliefert bin, wir haben kein geheimes Zeichen ausgemacht, mit dem ich die Folter beenden könnte. Und doch weiß ich, dass ich wieder kommen werde, ich bin und bleibe Masochist.
Unendlich scheint mir die Zeit, aber sie geht vorbei. Ein Druckverband soll eine Nachblutung verhindern. "Mindestens 2 Stunden." Ja klar, weiß ich doch. Ich werde ihn entfernen noch bevor ich ins Auto steige, er behindert mich. Ich fühle mich immer noch flau, irgendwie schlapp, das wird den ganzen Tag anhalten, und frei… ich fühle mich leicht und frei. 650 gr meines Körpers habe ich diesem Verein überlassen. In wenigen Tagen werde ich den Verlust ausgeglichen haben. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob die Ausnutzung meiner natürlichen Ressourcen irgendwelche Spätfolgen haben könnte. Im Moment begeistert mich der hoher Stundenlohn, die beiden hellblau bedruckten Zettel vom renommierten Bankhaus L. und dieses unglaublich leichte Gefühl.






ZUFALL

Manche Dinge sind schon komisch. Da habe ich vor 2 Tagen zum ersten Mal etwas von dem renommierten Bankhaus L. gehört und heute habe ich völlig unabhängig davon zwei nette kleine Verrechnungsschecks desselbigen in meiner Hand. Also wenn das kein Zufall ist.






SUNSHINE

Es soll ja Leute geben, denen es immer noch nicht heiß genug ist. Also... das Wetter, meine ich. Die gehen dann noch in die Sauna, weil 30° im Schatten ja noch lange nicht zu vergleichen sind, mit den 95° in einer finnischen Blockhaussauna. In Ansätzen kann ich so ein Verhalten sogar nachvollziehen, ich war nämlich eben im Solarium (ja genau, in dem mit den Spiegeln unter den Trennwänden), allerdings eher um mir eine Stunde schweißtreibendes Sonnenbaden zu ersparen, und mich stattdessen lieber für die zwar höchsttemperierte aber doch zeitreduzierte Variante zu entscheiden.






SOMMERANFANG

Endlich… Vor ca. einer halben Stunde, um genau 8:46 Uhr hat die Sonne ihren höchsten Stand für dieses Jahr erreicht.
Jippie, es ist endlich Sommer, und da sich das Wetter ja momentan ziemlich an der Jahreszeit orientiert, kann man eigentlich nur gute Laune haben.






Impressionen eines 19. Juni

12:30 Uhr Parkplatz: Leider keinen Schattenplatz mehr erwischt, was aber momentan noch weniger tragisch ist, da ich erst in frühestens 22 Stunden mein Auto wieder aufsuche werde. Ein Nebenausgang ist offen, was sonntags selten der Fall ist, also spare ich mir den Umweg durchs Hauptportal. Bei Gang durch die Flure vom Untergeschoss ins Erdgeschoss und weiter in die von mir angepeilten Räumlichkeiten muss ich hinter jeder durchschrittenen Tür ein deutlich wahrnehmbares Temperaturgefälle feststellen. Insgesamt dürfe die Differenz wohl bei mindestens 10° Celsius gelegen haben. Meinem Unterbewusstsein war es ohnehin schon klar, uns langsam sickerte es nun auch ins Bewusstsein, dass ich auch diesen sonnigen sommerlicher Nachmittag fröstelnd und in keinster Weise entspannt verbringen werde. Selbst wenn ich mich noch so bemühe würde ich bei diesen Temperaturen nicht ins schwitzen kommen. Bei der Dienstübergabe zeichnet sich bereits ein erhöhtes Arbeitaufkommen ab. Nach ca. 2 Stunden habe ich die erste Gelegenheit für eine kleine Kühlschrankvisite, die allerdings wie erwartet recht mager ausfällt. Ins Auge springt mir allerdings, und das im wahrsten Sinne des Wortes, die geöffnete Packung Kräuterquark, die ich wohl letztens hab stehen lassen. Da auch ich niemals Lebensmittel, die ich nicht selbst dort hinein getan habe, aus diesem Kühlschrank entfernen, geschweige durch Inkorporation vernichten würde, tut dies wohl auch kein anderer. Ein Wunder jedenfalls, dass besagter Kräuterquark noch nicht von selbst weggelaufen ist. Vitalfunktionen waren eindeutig vorhanden.
Der Patientenstrom reißt unterdes nicht ab. Nun ist mir im Grunde klar, was Menschen bei dem geilsten Wetter überhaupt dazu bringt ihre Zeit in Warteräumen von Krankenhäusern zu verbringen. Möglicherweise leiden sie unter Verschwendungssucht, und haben das dringende Bedürfnis, 10 Euro loszuwerden. Möglich aber auch der Drang nette Menschen kennenzulernen, was bietet sich da mehr an, als ein Krankenhaus. Nicht auszuschliessen auch, dass sie unter Schmerzen leiden, aufgrund irgendeiner Verletzung, die nicht selten schon einige Tage zurück liegt, und eben das Verlangen nach Linderung. Nicht so ganz klar, war mir jedoch, dass im Einzelfall auch schon die Wartezeit genügend Linderung verschafft. So geschehen an diesem Sonntagnachmittag, eine junge Dame, die ich zwar hereinkommen sah, aber dann nicht wieder. Aufgerundete 30 Minuten haben sie anscheinend ausreichend kuriert.
Ein weiteres Highlight habe ich am Eingang der Cafeteria entdeckt. Ein Plakat des Literaturkurses der Frau Königstein am Immanuel-Kant-Gymnasium.

horvath

Ohne Zweifel ein Hingucker, allerdings hätte ich es durchaus passender am Eingang zum OP-Trakt empfunden, wobei ich auch wieder zugeben muss, dass die Platzierung wohl durchdacht zu sein scheint, da ja nun wesentlich mehr potentielle Besucher dieses Spektakels diese Cafeteria auf ihren zwei Beinen betreten und auch wieder verlassen. Da kann der OP nicht mithalten.
Die Klimaanlage sorgt mittlerweile dafür dass meine Nase tropft. Gegen 22 Uhr komme ich auch endlich dazu auch den lässtigen Papierkram zu erledigen, die notwendigen Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen, um gegen 0 Uhr nach genau 33 Patienten innerhalb der vergangenen 12 Stunden, einen Gedanke an Nachtruhe zu verschwenden. Nach 12 Stunden Dauerpower lässt meine körperliche Konstitution doch merklich nach, die Füße heben kaum noch vom Boden ab, geistige Aktivität so gut wie nicht mehr vorhanden. Ich verspüre ein leichtes Kratzen im Hals und mache abermals die Klimaanlage dafür verantwortlich. Eine Runde FreeCell gönne ich mir noch, früher gabs an dieser Stelle eine Zigarette. So gebe ich mich denn der Hoffnung hin, dass die Arbeit nun endlich ein Ende hat, und ich eine entspannte Nacht ohne weitere Störungen mit meinem Kuschelkissen verbringen darf, lediglich unterbrochen von den immer noch geliebten rezidivierenden Anklingelattacken der Herrn S.
So oder ähnlich sieht also ein Bereitschaftsdienst bei mir aus. Ich habe versucht mich kurz zu fassen, da schon Beschwerden kamen, meine Beträge wären zu lang. Wer es dennoch geschafft hat, dieses Ende zu erreichen, der ist in jedem Fall zu beglückwünschen… Außerdem muss ich ja bisschen vorarbeiten, denn im schlimmsten Fall, könnte die kommende Woche blogfrei sein, was ich zwar nicht hoffe, aber man weiß ja nie…






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